4 Fragen an…
Christopher Mödl verstärkt den BDEW als Fachgebietsleiter für Kommunikation und Positionierung Gas/Wasserstoff. Zu seinen Schwerpunkten zählen die strategische Weiterentwicklung der Kommunikation rund um die Transformation der Gas- und Wasserstoffinfrastruktur, die Konzeption und Umsetzung von Social-Media-Aktivitäten sowie die Planung und Begleitung von Veranstaltungen wie bspw. dem verbändeübergreifend ausgerichteten Innovationspreis Neue Gase. Außerdem verantwortet er die Weiterentwicklung des Tools: BDEW-Deutschlandkarte Wasserstoff und Biogas. Im Interview spricht er darüber, wie komplexe Themen verständlich vermittelt, aktuelle Entwicklungen sichtbar gemacht und energiepolitische Debatten faktenbasiert unterstützt werden können.
Sie beschäftigen sich für den BDEW mit den gasförmigen Energieträgern wie bspw. Wasserstoff. Welche Schwerpunkte und besonderen Projekte haben Ihre Arbeit geprägt?
„Im Mittelpunkt stand und steht die Frage, welche Rolle Gase heute und künftig für eine sichere und perspektivisch klimaneutrale Energieversorgung spielen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, den Hochlauf von Wasserstoff sowie die dafür notwendigen Transformationsschritte verständlich zu vermitteln – von der Planung über den Umbau und Ausbau der Infrastruktur bis zur Entwicklung funktionierender Märkte. Ein wichtiger Meilenstein war die Entwicklung des Best-Practice-Bereichs auf der MiEGA-Plattform. Dort werden konkrete Projekte gebündelt, die zeigen, wie die Transformation der Gasinfrastruktur bereits in der Praxis umgesetzt wird. Mit Publikationen, digitalen Formaten und Tools bereiten wir darüber hinaus komplexe fachliche Zusammenhänge verständlich und faktenbasiert für Politik, Unternehmen und die Öffentlichkeit auf.“
Das Tool „BDEW-Deutschlandkarte“ hat viel Aufmerksamkeit erhalten. Welche Bedeutung hat das für Sie?
„Die Deutschlandkarte ist ein Schlüsselwerkzeug unserer Kommunikation. Sie bietet einen breiten und transparenten Überblick über bestehende und geplante Projekte und Infrastruktur – vom Wasserstoffkernnetz über Power-to-Gas-Projekte bis hin zu Erzeugung und Nutzung von Biomethan. Das Visualisieren der aktuellen Entwicklungen hilft, Diskussionen zu versachlichen und Zusammenhänge auf einen Blick verständlich zu machen. Für unterschiedliche Stakeholder kann die Karte eine verlässliche Referenz darstellen, um energiepolitische Debatten zu führen. “
„Im Mittelpunkt stand und steht die Frage, welche Rolle Gase heute und künftig für eine sichere und perspektivisch klimaneutrale Energieversorgung spielen.“
Welche Weiterentwicklungen stehen im Mittelpunkt?
„Aktuell arbeiten wir daran, die Karte noch dynamischer zu gestalten und zusätzliche Datenebenen aufzunehmen. Ziel ist eine noch umfassendere Darstellung der Datenlage – und damit ein Werkzeug, das nicht nur informativ, sondern strategisch nutzbar ist. Die große positive Resonanz wie auch der öffentliche Diskurs zeigen deutlich, wie groß der Bedarf an solchen transparenten Übersichten ist.“
Welche Rolle spielt Social Media – besonders LinkedIn – für die Kommunikationsarbeit?
„Social Media, insbesondere LinkedIn, ist in der heutigen Zeit ein zentrales Instrument, um aktuelle Entwicklungen schnell mit einem fachlich interessierten Publikum zu teilen. Der direkte Austausch mit Fachleuten, politischen Akteuren und Unternehmen schafft wertvolle Impulse und hilft uns, Trends früh zu erkennen. Diese Kommunikation macht komplexe Themen zugänglich und stärkt die Wahrnehmung des Verbandes sowie die der MiEGA Gemeinschaftsaktion als verlässliche Anlaufstellen für verlässliche Informationen.“
Illustration: André Gottschalk