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Die Stadtwerke Feuchtwangen planen, die Wärmeversorgung der mittelfränkischen Stadt künftig stärker über regional erzeugtes Biomethan zu decken. Dafür soll das bestehende rund 55 Kilometer lange Gasnetz weiter genutzt und perspektivisch mit erneuerbarem Gas statt fossilem Erdgas gespeist werden. Für die landwirtschaftlich geprägte Region kann Biomethan damit ein zentraler Baustein der kommunalen Wärmewende werden.
Geplant ist der Neubau einer gemeinschaftlichen Biogaserzeugungsanlage mit angeschlossener Aufbereitung. Das Substrat sollen sowohl Betreiber bestehender Biogasanlagen als auch Landwirte ohne eigene Anlage liefern. So entsteht eine regionale Lösung, die vorhandene Infrastruktur nutzt, neue Perspektiven für die Landwirtschaft schafft und Wertschöpfung vor Ort hält.
Die Anlage soll auf einem städtischen Grundstück in der Nähe eines geeigneten Einspeisepunktes entstehen, denn die gewählte Fläche eignet gut für eine landschaftsverträgliche Integration. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2028 geplant. Vorgesehen ist eine Erzeugung von 44 GWh Biomethan pro Jahr. Mit der Gemeinschaftsbiogasanlage kann das Gasnetz bis 2035 vollständig dekarbonisiert und zugleich langfristig eine bezahlbare und stabile Wärmeversorgung für die Bürger*innen sichergestellt werden.
Parallel wird die Elektrifizierung insbesondere in den industriellen Anwendungen vorangetrieben, wo es möglich ist. Die dezentrale, bislang ölbasierten Wärmeversorgung mit einem Bedarf von rund 42 GWh bleibt dagegen herausfordernd, da viele ältere Gebäude nur eingeschränkt für eine direkte Elektrifizierung geeignet sind. Hier werden in der Zukunft andere Energieträger eine Rolle einnehmen.
Als nächste Schritte sind die Herausnahme der Projektfläche aus dem Naturpark Frankenhöhe, die Einbringung geeigneter Ausgleichsflächen sowie weitere Bürgerdialoge vorgesehen.
Fotos:© Stadtwerke Feuchtwangen