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Am Speicherstandort Huntorf in Niedersachsen rüstet EWE im Rahmen des IPCEI-Vorhabens „Clean Hydrogen Coastline“ (CHC) eine bestehende Erdgas-Salzkaverne für die großtechnische Speicherung von Wasserstoff um. Damit adressiert das Projekt eine zentrale Frage des Wasserstoffhochlaufs: Wie lässt sich vorhandene Gasinfrastruktur nutzen, statt komplett neu zu bauen und dabei auch noch schneller, günstiger und mit geringerem Flächenbedarf als ein Neubau. Grundlage für die Umrüstung sind die Ergebnisse des Forschungsprojekts HyCAVmobil, das EWE gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an einer kleinen Testkaverne am Gasspeicherstandort Rüdersdorf (Brandenburg) durchgeführt hat. Dort wurde erprobt, ob und wie sich Wasserstoff optimal in Salzkavernen speichern lässt. Nach Abschluss des Forschungsprojekts wurden zudem weitere Tests durchgeführt, um zusätzlich das Mischverhalten von Wasserstoff und Erdgas zu untersuchen. Diese Ergebnisse sind relevant für die Auslegung der Übertagetechnik umgerüsteter Kavernen. Die im Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Auslegung des Speicherstandortes Huntorf ein, wo ab 2027 die Speicherung von erneuerbarem Wasserstoff beginnen soll. Der Speicher ist damit ein Bindeglied zwischen Erzeugung und Anwendung und trägt zur bedarfsgerechten Bereitstellung, der Versorgungssicherheit sowie der Netzstabilität einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft bei.


Fotos: © EWE / Jörg Schattling / Nadine Auras / Hayo Seeba