MiEGA – Moleküle im Energiesystem

MiEGA – Moleküle im Energiesystem

Wasserstoffwärme im bestehenden Gasnetz

Regionale Lösungen in der Wärmewende Deutschland

Projektbeschreibung

Im oberbayerischen Hohenwart zeigen Energie Südbayern und Energienetze Bayern, wie bestehende Gasinfrastruktur für eine klimaneutrale Wärmeversorgung mit Wasserstoff weitergenutzt werden kann. Aus dem Pilotprojekt H2Direkt ist mit „H2Dahoam“ der Regelbetrieb geworden: Mehrere Privathaushalte und ein Gewerbekunde werden über ein zuvor mit Erdgas betriebenes Netz mit 100 Prozent Wasserstoff versorgt. Damit wird in der Praxis demonstriert, dass die Umstellung bestehender Verteilnetze möglich ist, und Wasserstoff auch im Gebäudebestand eine Option für klimaneutrale Wärme sein kann.

Bereits seit 2023 wurden in Hohenwart zehn Haushalte und ein Gewerbekunde im Rahmen des Leitprojekts TransHyDE mit Wasserstoff versorgt. Die eingesetzten Wasserstoffthermen liefen während der Pilotphase stabil und sicher – auch in den Wintermonaten. Nach Ende des Förderzeitraums haben sich die Privat-  und der Gewerbekunde für eine Fortsetzung entschieden. Dafür wurden Wasserstoff-Lieferverträge geschlossen; zugleich ersetzte Vaillant die Feldtestgeräte durch Serien-Brennwertgeräte, die mit speziellen Umrüstkits für den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff ausgelegt sind. Aktuell wird der Wasserstoff noch per Trailer angeliefert. Ab 2028 soll er direkt vor Ort erzeugt werden – geplant sind ein Elektrolyseur, ein Wasserstoffspeicher sowie perspektivisch eine PV-Freiflächenanlage. Damit verbindet das Projekt die Nutzung bestehender Infrastruktur mit regionaler Erzeugung und Speicherfähigkeit.

Fotos: ©Energie Südbayern GmbH

Projektträger

Das Projekt wird von der ESB-Unternehmensgruppe mit Energie Südbayern und Energienetze Bayern umgesetzt. H2Direkt startete als Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Leitprojekts TransHyDE; beteiligt war zudem die Thüga AG. Vaillant stellt die Wasserstoff-Brennwerttechnik bereit und hat die in der Pilotphase eingesetzten Feldtestgeräte durch Seriengeräte ersetzt. Die Gemeinde Hohenwart unterstützt die Weiterentwicklung des Projekts: Perspektivisch soll das Netz auf weitere Teile des Gemeindegebiets ausgeweitet werden.

Projektstatus

Umsetzung
Stand: 08/2026

Weitere Projekte

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