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Am Standort Stuttgart-Münster hat die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) eines der ersten wasserstofffähigen Gasturbinen-Kraftwerke Deutschlands offiziell in Betrieb genommen. Das Projekt steht für einen Fuel Switch an einem bestehenden Kraftwerksstandort: Weg von kohlebasierten Erzeugungsstrukturen, hin zu einer flexibel einsetzbaren Gasinfrastruktur, die perspektivisch auch mit 100 % Wasserstoff betrieben werden kann. Die neue Anlage ersetzt die bisherigen Kohlekessel und heizölbetriebenen Gasturbinen und ist damit ein wichtiger Baustein für die Modernisierung des Standorts.
Herzstück des Projekts sind zwei Gasturbinen von Siemens Energy. EnBW und Siemens Energy haben das Vorhaben gemeinsam mit dem Ziel umgesetzt, die Anlage von Anfang an so auszulegen, dass Erdgas in den 2030er Jahren durch Wasserstoff ersetzt werden kann. Das Kraftwerk verfügt über 124 Megawatt elektrische Leistung und 370 Megawatt thermische Leistung und versorgt den Fernwärme-Verbund Mittlerer Neckar mit Fernwärme. Damit zeigt das Projekt, wie sich bestehende Kraftwerksstandorte in Deutschland technisch so weiterentwickeln lassen, dass sie Versorgungssicherheit, Fernwärme und die Perspektive auf Wasserstoff miteinander verbinden.
Die Transformation des Energiesystems wird am Standort Stuttgart-Münster sichtbar: Neben dem wasserstofffähigen Gaskraftwerk ist eine Großwärmepumpe für die CO2- freie Fernwärmeerzeugung, ein Batteriespeicher sowie das bereits seit 1905 bestehende Restmüllheizkraftwerk für die thermische Verwertung von Abfällen im Einsatz.
Video:© EnBW