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Im Industriepark Frankfurt-Höchst betreibt INERATEC mit ERA ONE eine Power-to-Liquid (PtL) Anlage zur Herstellung von e-Fuels und e-Chemicals im kommerziellen Maßstab. Seit Mai 2025 werden dort aus biogenem CO₂ und erneuerbarem Wasserstoff synthetische Kohlenwasserstoffe hergestellt. Die Anlage ist auf eine Produktion von bis zu 2.500 Tonnen e-Fuels und e-Wachsen pro Jahr ausgelegt und gilt laut Unternehmen als größte PtL-Anlage ihrer Art in Europa. Die beiden zentralen Einsatzstoffe kommen direkt aus dem Industriepark: Das CO₂ wird in einer Biogasanlage abgeschieden, die Abfälle verwertet; der Wasserstoff fällt als Nebenprodukt der Chlorproduktion an.
In den Reaktoren wird aus CO₂ und Wasserstoff zunächst Synthesegas erzeugt und anschließend über die Fischer-Tropsch-Synthese zu synthetischem Rohöl weiterverarbeitet. Daraus entstehen unter anderem e-Diesel, e-Kerosin, e-Wachse und weitere Ausgangsstoffe für die chemische Industrie. Die synthetischen Kraftstoffe sind „drop-in-ready“ und können damit bestehende Infrastrukturen und Anwendungen in schwer zu elektrifizierenden Bereichen wie Luftfahrt oder Schifffahrt adressieren.
Damit zeigt das Projekt, wie sich erneuerbarer Wasserstoff, biogene CO₂-Quellen und bestehende industrielle Standortinfrastruktur miteinander verbinden lassen. Besonders relevant ist dies für Anwendungen, in denen direkte Elektrifizierung technisch oder wirtschaftlich nur begrenzt möglich ist. Ab 2026 soll ERA ONE um weitere Prozessschritte wie Isomerisierung und Hydrocracking erweitert werden. Perspektivisch will INERATEC die Produktion über weitere Projekte deutlich skalieren und damit auch zur Erfüllung europäischer Quoten für nachhaltige Flugkraftstoffe beitragen.