Neue Entwicklungen, Technologien und Trends der Gaswirtschaft. Einblicke in Projekte, Ideen und Menschen, die die Energiezukunft gestalten.
Studien, Tools und Materialien für eine informierte und praxisnahe Energiewelt. Bereitstellung neuer Materialien, Studien, Analysen und weiterer Fachinformationen.
Im niedersächsischen Sande (Landkreis Friesland) entsteht mit dem Wasserstoffpark Friesland einer der größten Elektrolyse-Standorte Deutschlands. Der Auf- und Ausbau ist modular: In der ersten Stufe soll das Projekt „ANKER“ mit 400 MW starten (Inbetriebnahme ab 2030) und jährlich bis zu 80.000 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen – perspektivisch erweiterbar auf 800 MW. Langfristig bietet der Standort Platz für 2,4 GW Elektrolyseleistung. Das besondere Merkmal ist die langfristig geplante Bereitstellung des Wassers für den Elektrolyseprozess ohne die Nutzung von Trinkwasserressourcen: Im Fokus steht dabei aufbereitetes Abwasser und Oberflächenwasser. Auch die Nutzung von Nordsee-Meerwasser ist möglich, welches über eine bestehende Leitung zur Anlage transportiert und vor Ort aufbereitet werden kann. Parallel dazu läuft seit Februar 2026 eine über das BMWE geförderte Machbarkeitsstudie für ein Wärmenetz in Sande und Schortens, das die bei der Elektrolyse entstehende grüne Wärme für die regionale Wärmeversorgung nutzbar machen soll. Die Anbindung an Stromtrassen und das Wasserstoffkernnetz sowie die optionale Zwischenspeicherung von Wasserstoff in nahegelegenen Salzkavernen unterstützen eine verlässliche Versorgung industrieller Abnehmer im Ruhrgebiet, Raum Salzgitter und der Region Hamburg.
Video:© Friesen Elektra Green Energy AG