Die Transformation unseres Energiesystems braucht innovative Ideen und Konzepte. Der Innovationspreis Neue Gase zeichnet unter dem Motto „Wege zur Klimaneutralität“ zukunftsweisende Projekte aus.
Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, vertreten durch Till Mansmann, den Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ im BMBF, wurde am 13. November 2024 der Innovationspreis Neue Gase in Berlin verliehen. Die Auszeichnung würdigt Projekte, die die Zukunft im Energiesystem prägen werden. Getragen wird der Preis gemeinsam von den drei Branchenverbänden BDEW, DVGW und Zukunft Gas.
In den Insight-Sessions hatten alle Nominierten die Gelegenheit ihre Projekte vor Ort zu präsentieren und mit dem Publikum in intensiven Austausch zu gehen. Am Abend wurden dann die von der Jury ausgewählten Gewinner in den Kategorien Erzeugung, Transport und Infrastruktur sowie Anwendungstechnologien verkündet. Darüber hinaus wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis und erstmals ein Publikumspreis verliehen. Über 100 Projekte hatten sich beworben – ein neuer Rekord, der die Innovationskraft der Branche unterstreicht. Die mehr als 4.100 abgegebenen Stimmen für den Publikumspreis zeigen zudem das öffentliche Interesse an der Entwicklung zukünftiger Energielösungen.
Unter den zahlreichen Bewerbungen entschied die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Behrendt, Dekan der Fakultät Prozesswissenschaften an der TU Berlin. Prof. Dr. Frank Behrendt ist überzeugt:
Prof. Dr. Frank Behrendt
Die edelmetallfreien Enertect-Beschichtungen senken den CO2-Fußabdruck von Bipolarplatten um bis zu 75 %, steigern die Effizienz von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren und ermöglichen günstigere Wasserstofferzeugung. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Wasserstoffhochlauf.
Der H2-Speicher Epe von RWE ermöglicht die effiziente Speicherung von Wasserstoff in Salzkavernen und gewährleistet eine stabile Versorgung. Das Projekt überzeugt durch marktgerechten Maßstab und ambitionierte Systemintegration.
SCHOTT hat als erstes Unternehmen optisches Spezialglas vollständig mit Wasserstoff hergestellt und zeigt eindrucksvoll das Potenzial der Industrie zur Defossilisierung. Das Projekt setzt ein starkes Signal für den wachsenden Wasserstoffmarkt.ugt durch marktgerechten Maßstab und ambitionierte Systemintegration.
Das Projekt Rh2ein-Main Connect sticht als visionäres Projekt der Regionalplanung heraus. Das Gemeinschaftsprojekt der ENTEGA AG, Mainova AG, ESWE Versorgungs AG, Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG, e-netz Südhessen AG, NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, Open Grid Europe GmbH und GASCADE Gastransport GmbH zeigt, wie wichtig die regionalen Akteure für den Wasserstoffmarkthochlauf sind.
Wir freuen uns über die rege Beteiligung und bedanken uns für Ihre Tatkraft, die Sie und alle branchenübergreifend Beteiligten mit Ihren Bewerbungen bewiesen haben. Das macht Mut und Freude, den weiteren Weg der Transformation in die Zukunft gemeinsam zu beschreiten. Als BDEW werden wir uns weiter intensiv für die Schaffung der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, die es für diesen Weg braucht, einsetzen. Wir sind gespannt auf die Ideen und Projekte des nächsten Innovationspreises in zwei Jahren. Seien Sie dabei!
Alle Hintergrundinformationen zum Innovationspreis sowie der Veranstaltung, den Gewinnern, Nominierten aus den Kategorien und der Jury finden Sie hier: